Diakonisches Lernen

„Diakonisches Handeln kann man nicht lernen, man muss es erfahren.“ Deshalb laden wir Schüler*innen und Lehrer*innen ein, sich auf didaktisch vorbereitete Begegnungen an außerschulischen Lernorten aktiv einzulassen und das Erlebte anschließend zu reflektieren. Projekterfahrungen in allen Klassenstufen haben gezeigt, dass sozial - diakonische Lernerfahrungen an außerschulischen Lernorten zu den unterrichtlichen Highlights innerhalb des Religionsunterrichtes zählen können. In der gegenseitigen Begegnung und im Austausch wird für Kinder und Jugendliche das Evangelium in Wort und Tat erlebbar, als sinnhafte und biblisch begründete Zuwendung zum Menschen. 

Gerade in Zeiten von Corona und dem damit verbundenen „social-distancing“ ist die Sehnsucht nach echten, persönlichen Begegnungen erheblich gestiegen. Digitale Kontakte benötigen einen Gegenpol, die reale Begegnung mit Menschen eröffnet.  Erfahrungen von Empathie und Compassion (Mitleidensfähigkeit) entstehen durch Begegnungen mit dem Anderen auf Augenhöhe. Hierzu bietet das Diakonische Lernen ein soziales Experimentierfeld, das durch Landeskirche und Diakonie, Gemeinden und Schule zur Verfügung gestellt wird.

"Die Struktur des diakonischen Lernens ist eine dreiphasige Bewegung. Im Klassenzimmerunterricht findet eine Phase der kognitiven und affektiven Wahrnehmung statt. Das Handeln bildet in der Praxisphase den Schwerpunkt. Die dritte Phase führt zurück zu einer neuen Wahrnehmung und zu einem veränderten Urteilsvermögen. Der Lernprozess ist erst vollständig, wenn die drei Phasen durchlaufen sind."
 Aus: Michael Fricke / Martin Dorner, Werkbuch Diakonisches Lernen. Mit einem Beitrag von Elisabeth Buck und einem Geleitwort von Heinrich Bedford-Strohm, Göttingen 2015.

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